Bedeutung der Schalmei

Mit der ursprünglichen Schalmei haben unsere Musikinstrumente nichts zu tun. Die Hirtenschalmei ist im Grunde nur der "Namensgeber".


1905 entwickelte Max.B. Martin die nach ihm benannte Martinstrompete.  Er bot sie dem Kaiser an. Dieser nutzte sie an seinen Autos. Deshalb wurde sie auch als Kaiserfanfare bekannt. Daraus entwickelten sich die verschiedenen Schalmeien.

 

Das Musikinstrument, das seit 1920 zuerst besonders von Turn- und Fahrradvereinen genutzt und zu ganzen Kapellen zusammen gestellt wurde, gibt es mittlerweile in vielfältigen Formen.

Auf dem Gebiet der DDR entwickelte sich eine eigene Szene. Regelmässige Wettkämpfe führten zu einer hohen Musikalität. Die Kapellen gehörten zum Deutschen Turn- und Sportbund. Aber auch unter dem Dach der Feuerwehren oder der FDJ gab es Kapellen.

Das Notenmaterial war am Anfang auf Arbeitermärsche fixiert. Später kamen auch andere Titel, die von hervorragenden Musikern arrangiert wurden, dazu.

Auf dem Gebiet der alten Bundesländer waren Kapellen entweder in der Arbeiterbewegung oder in Faschingskapellen integriert.

Besonders interessant wurde für manchen die Schalmei, weil Udo Lindenberg für seine an Honecker verschenkte Lederjacke eine Schalmei als Gegengeschenk bekam.

 

Die Schalmei spielte in der Arbeiterbewegung und den Turnvereinen eine große Rolle und nach 1945 übernahm man in der DDR diese Tradition und förderte sie.

 

Heute gibt es in Deutschland viele Schalmeienkapellen, gerade zu Fastnachtsveranstaltungen spielen sie heute gern.

Hier ein Link zu einer Übersicht: